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Akku-te Gefahr!

Es vergeht kaum eine Woche, in der es nicht irgendwo bei einem Recycler in Deutschland brennt. Die Ursachen sind zumeist falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus. Auch wir in der ALBA Group waren schon häufiger von solchen Bränden betroffen.

 

Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus sind aus dem Alltag nicht wegzudenken: Sie stecken in Handys, Laptops, E-Bikes und vielen anderen Geräten. Allein im letzten Jahr kamen rund 12.700 Tonnen in den Umlauf, Tendenz steigend. Das Problem: Jede dieser Batterien kann, wenn sie beschädigt wird, zum gefährlichen Brandauslöser werden. Anders als etwa eine Alkali-Batterie läuft ein Lithium-Ionen-Akku dann nicht einfach aus, sondern kann eine enorme Hitze von über 1.000 Grad Celsius entwickeln.

 

„Wenn eine solche Batterie falsch entsorgt wird, zum Beispiel in der Gelben Tonne, kann es durch die mechanische Belastung im Lkw oder in der Sortieranlage zum Kurzschluss kommen. Sie geht dann in Flammen auf oder aber sie explodiert“, erklärt Björn Schwich, Betriebsleiter der ALBA Recycling in Berlin. „Dadurch kann eine Anlage komplett abbrennen. Im schlimmsten Fall sind Menschenleben in Gefahr.“

Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus gehören deshalb auf keinen Fall in die schwarze, blaue oder gelbe Abfalltonne. Stattdessen – und das ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht bewusst – müssen sie in den Batteriesammelbehältern im Einzelhandel oder auf Recyclinghöfen abgegeben und anschließend speziell behandelt werden. Alles andere kann verheerende Folgen haben. Hinzu kommt: Aufgrund der falschen Entsorgung sind die in den Batterien enthaltenen Rohstoffe kaum recycelbar und können nicht in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

 

 

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. und seine Mitgliedsunternehmen, darunter auch die ALBA Group, eine breit angelegte Verbraucherkampagne gestartet. Unter dem Motto „Brennpunkt Batterie“ wartet diese mit teils drastischen Bildern auf. Hauptbestandteil der Kampagne ist eine bundesweite Aufkleberaktion, bei der möglichst viele Abfalltonnen mit einem Warn-Aufkleber versehen werden. Zu den weiteren Maßnahmen gehören unter anderem ein Aufklärungsvideo sowie eine Social-Media-Kampagne.

Auch die Politik hat die Relevanz des Themas erkannt. So positionierte sich der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses im Deutschen Bundestag Michael Thews: „Die Informationskampagne ist ein erster Schritt zur besseren Verbraucherinformation. Besonders wichtig ist aber eine Kennzeichnungspflicht, damit die Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus sicher erkannt werden können. Dies muss auf europäischer Ebene geschehen.“ Zusätzlich denkt Thews über weitere Schritte nach, unter anderem über eine Pfandpflicht.

 

Weitere Informationen zur Kampagne erfahren Sie unter brennpunkt-batterie.de oder von Susanne Jagenburg.

 

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