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ALBA Group eröffnet Recyclinganlage in Hongkong

Im Jahr des 50-jährigen ALBA-Jubiläums startet unser Leuchtturmprojekt in Hongkong: Die neue E-Schrott-Recyclinganlage nimmt den Betrieb auf. Es handelt sich um den größten Auftrag in der Geschichte der ALBA Group.

Am 19. März um 14 Uhr Ortszeit war es soweit. In Anwesenheit von Chief Executive Carrie Lam, der Regierungschefin der Sonderverwaltungszone Hongkong, ihres Umweltministers Wong Kam-sing sowie des Vorstandsvorsitzenden der ALBA Group, Axel Schweitzer, fand in Hongkong die feierliche Eröffnung des „Hong Kong WEEE·PARK“, der neuen Anlage zur Behandlung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott (WEEE), statt.

Die Anlage ist nicht nur die modernste in ganz Südostasien, sie gilt zudem als weltweit größter zusammenhängender Betrieb für die Bearbeitung von E-Schrott. Ein Großteil des „regulierten“ Elektronikschrotts der 7-Millionen-Metropole wird künftig im „Hong Kong WEEE·PARK“ aufbereitet – vor allem Haushaltsgroßgeräte wie Klimageräte, Kühlschränke, Fernseher, Waschmaschinen und Computer.

 Die Anlage liegt im Stadtteil TuenMun

axel_schweitzer_portrait

„Dies ist ein großer Meilenstein zu mehr Recycling in Hongkong“, so Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group. „Wir sind stolz, dass die Stadt Hongkong uns als eines der weltweit führenden Recyclingunternehmen als Partner ausgewählt hat. Für uns ist dies ein Ansporn, Hongkong weiter bei seinem Ziel zu unterstützen, das Recycling zu professionalisieren.“

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Umwelt grüner und Hongkong zu einer lebenswerteren Stadt zu machen“, betonte Carrie Lam, Regierungschefin von Hongkong. „Ich gratuliere unserem Vertragspartner ALBA und freue mich auf seinen weiteren Beitrag zu Recycling und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott in Hongkong.“

Die LKW-Flotte der ALBA IWS wächst kontinuierlich

Die ALBA Group hatte diesen größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte im Jahr 2015 gewonnen.

Konkret erhielt die ALBA Integrated Waste Solutions Hong Kong Ltd., eine Joint Venture-Gesellschaft mit dem Logistik-Partner IWS Environmental Technologies Ltd., den Zuschlag.
Der Auftrag umfasst neben dem Bau und Betrieb der Anlage auch den Aufbau und Betrieb eines flächendeckenden Sammelsystems mit fünf dezentralen Sammelzentren und eigener LKW-Flotte für die Dauer von zehn Jahren. Insgesamt hat er über die gesamte Laufzeit einen Wert von rund 318 Millionen Euro.

30.000 Tonnen mit Luft nach oben

Rund zwei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten startet der „Hong Kong WEEE·PARK“ nun pünktlich in den regulären Betrieb. 140 Mitarbeiter sind derzeit bereits dort tätig, etwa weitere 40 sollen in den nächsten Jahren hinzukommen. Herzstück der Anlage ist eine 60 Meter breite und 120 Meter lange Halle, in der sich – neben der Annahme und dem Zwischenlager – parallel drei Behandlungsmodule befinden: für das Recycling von Kühlschränken, für die Vorbehandlung von Monitoren und Flatscreens sowie für das Recycling von allen übrigen großen E-Schrott-Geräten sowie von IT-Equipment. Die Jahreskapazität der Anlage beträgt 30.000 Tonnen im 1,5 Schicht-Betrieb mit Erweiterungsoption auf bis zu 56.000 Tonnen pro Jahr durch Mehrschichtbetrieb.

Reiskocher & Co.

Das Anlagenkonzept basiert auf deutschen Standards, die allerdings an die lokalen Gegebenheiten angepasst wurden. Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem Markt: In Hongkong sind unter den Haushaltsgroßgeräten, anders als in Deutschland, wenig Herde. Viele Waschmaschinen sind einfacherer Bauart, ohne Wasserheizungen. Dafür gibt es Hausgeräte, die bei uns unüblich sind, wie zum Beispiel Reiskocher. Außerdem gibt es aufgrund der Witterung viel mehr Klimageräte. In China wurden noch deutlich länger Kühlgeräte mit FCKW hergestellt als in Europa, wo Mitte der 90er-Jahre umgestellt wurde. Deshalb ist der Anteil an FCKW-haltigen Geräten höher.

Herausforderung Platzmangel

Auch bei der Sammlung läuft manches anders. Allem voran: Hongkong ist eine Metropole mit wenig Platz. Abfälle zu sammeln und zu recyceln, ist längst nicht so etabliert wie in Deutschland. Zudem besitzen viel weniger Menschen ein eigenes Auto, mit dem sie ihre ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräte zu einem Wertstoffhof fahren könnten. Es gibt daher ein engmaschiges Netz von regionalen Sammelplätzen, auf denen man seine Geräte abgeben kann. Vier dieser Sammelplätze sind bereits eingerichtet, ein fünfter soll demnächst dazu kommen. Außerdem plant die Stadt Hongkong in insgesamt 18 Stadtteilen so genannte Community Green Stations, an denen E-Schrott ebenfalls gesammelt werden soll.

Vorzeigeprojekt – in doppelter Hinsicht

Für China und die Stadtregierung ist der „Hong Kong WEEE·PARK“ ein Vorzeigeprojekt, das Beachtung auf höchster Ebene erfährt. Hierbei wurde das erste Mal die Sammlung und Verwertung von E-Schrott in einer Ausschreibung kombiniert, um sicherzustellen, dass die Verwertung der Geräte den umweltrechtlichen Vorgaben entspricht. Zum ersten Mal kommt in Hongkong die Produktverantwortung der Hersteller im Recyclingbereich zur Anwendung – ein deutliches Zeichen dafür, wie ernst es China mit dem Aufbau einer funktionierenden Recyclingwirtschaft ist.
Auch für die ALBA Group ist der WEEE-Park ein Meilenstein. Zum wiederholten Mal stellt sie unter Beweis, dass ihr Businessmodell international vermarktbar und ihr langjähriges Recycling-Know-how auch und insbesondere in China hochgeschätzt ist. „Moderne Sortier- und Aufbereitungstechnik, kombiniert mit deutscher Disziplin, Gründlichkeit und Verlässlichkeit. Das scheint eine attraktive Mischung zu sein“, so Axel Schweitzer.

Nigel Mattravers, General Manager der ALBA IWS, und Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group

Hongkong-Wissen

  • „Duftender Hafen“ bedeutet Hongkong wörtlich übersetzt. Der poetische Name geht auf den Adlerholzbaum zurück, dessen kostbares Holz – eine wichtige Zutat asiatischer Räucherzeremonien – von Hongkong aus exportiert wurde.
  • Über 1.300 Wolkenkratzer ragen mehr als 150 Meter in den Himmel – keine andere Stadt auf der Welt kann da mithalten.
  • Hongkong ist der am dichtesten besiedelte Landstrich der Welt, jedem Einwohner stehen neun Quadratmeter zur Verfügung.
  • „Vier“ gilt als Unglückszahl. Deshalb haben Hotels, Wohn- und Geschäftshäuser in Hongkong normalerweise keinen 4., 14. oder 24. Stock. Auch die Etagen 40 bis 49 fehlen.
  • „Neun Drachen“ bedeutet der Name des Stadtteils Kowloon. Damit die Drachen, die auf der Halbinsel wohnen, weiterhin zum Meer fliegen können, um zu baden, haben viele Häuser ein Loch in der Mitte.

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