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Bärbels letzte Reise

Normalerweise gibt man ihnen 30 Jahre, bei guter Pflege vielleicht ein bisschen mehr. Bärbel und Bärbel-Marlies allerdings erwiesen sich als zäh.

77 Jahre lang schipperten die beiden „Finowmaßkähne“ mit verschiedensten Lasten über die Gewässer Berlins, bevor sie am Ende ihren Dienst quittierten. Zwar kamen die beiden schwergewichtigen Schiffsdamen anschließend in die guten Hände der Berlin-Brandenburgischen Schifffahrtsgesellschaft, die sich um den Erhalt historischer Schätze kümmert.

Doch die Hoffnung auf Restaurierung und ein nettes Rentner-Dasein im Berliner Museumshafen erfüllte sich nicht. Zu sehr hatten Wind und Wetter ihnen über die Jahre zugesetzt. Und so landeten Bärbel und Bärbel-Marlies vor den Toren Berlins in Königs Wusterhausen, wo sie bei der ALBA Metall Nord ihre letzte Reise in Richtung Recycling-Kreislauf antraten.

Der Zahn der Zeit hat ganz schön Spuren hinterlassen – für eine Restaurierung war es zu spät.

Erstmal müssen die Schiffe raus aus dem Wasser. Doch das ist gar nicht so einfach. Für die beiden XXL-Kräne sind sie immer noch zu schwer.

Dann die zündende Idee: Wasser aus dem Schiffsrumpf abpumpen.

Rund zehn Tonnen leichter geht es nun endlich los. Jeweils vorne und hinten wird eine Schlinge um den Schiffsrumpf gelegt.

Schon schwebt Bärbel über die Kai-Mauer. 40 Meter lang, 5 Meter breit und 60 Tonnen schwer.

Same procedure … Bärbel-Marlies bekommt den Parkplatz gleich nebendran.

Eine Woche und viele Arbeitsstunden später: Von den beiden Schiffsdamen ist nicht mehr viel übrig, das meiste schon auf dem Weg ins Schmelzwerk. Doch alles kein Grund, um traurig zu sein – Metall lässt sich schließlich unendlich oft recyceln.

Wer weiß, vielleicht werden Bärbel und Bärbel-Marlies demnächst als schnittige Yachten wiedergeboren …

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