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Blick nach vorne

Es waren extreme Wochen, die uns das Corona-Virus beschert hat. Die Lockerungen der vergangenen Tage zeigen: Der Weg zurück in die Normalität ist mühsam – und mit Sicherheit auch lang. Weiterhin gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Wo es eng wird, herrscht „Maskenpflicht“. Und der Sommerurlaub im Ausland? Tja. Auch wir in der ALBA Group sind vom normalen Arbeitsalltag noch weit entfernt. Und doch meldet sich – zaghaft noch – die Zuversicht. Womöglich ist das Schlimmste überstanden. Grund genug, den Blick nach vorne zu richten.

 

 

Erste Lockerungen

Ein Schritt in Richtung Normalität: Anfang Mai hat die ALBA Group ihren „Rückkehrplan“ verabschiedet, der schrittweise Lockerungen der bisher geltenden Corona-Regeln vorsieht. Unter der Maßgabe, auch weiterhin mit größter Vorsicht zu agieren und Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, sind einige Dinge nun wieder möglich. Beispielsweise – wenn auch mit Einschränkungen – die Nutzung von Küchen und Sozialräumen.

 

Auch Dienstreisen, Kundenbesuche oder Schulungen finden wieder statt. Kolleginnen und Kollegen, die zuletzt im Homeoffice gearbeitet haben, kehren wieder ins Büro zurück, wenn an den Standorten ausreichende Schutzvorkehrungen getroffen sind. Wichtig bei all dem: die Maskenpflicht. Sie gilt überall dort, wo es eng wird – zum eigenen Schutz, vor allem aber zu dem der anderen.

 

Maik Leschke

 

Und wie läuft es so mit den neuen Regeln?

„Sie werden auf jeden Fall angenommen“, berichtet Maik Leschke, Betriebs- und Dispositionsleiter bei der ALBA Logistik am Hultschiner Damm in Berlin. „Bei uns herrscht Maskenpflicht im gesamten Gebäude, da wir in unserem schmalen Treppenhaus den Mindestabstand nicht einhalten können. Auch externe Besucher halten sich daran. Wenn mal einer nicht daran denkt, weisen wir darauf hin. Aber grundsätzlich weiß jeder, was zu tun ist.“

 

Geschäft rollt wieder an

Der von der Bundesregierung verhängte Lockdown hat der Wirtschaft massive Einbrüche gebracht, allem voran der Gastronomie und dem Tourismus. Auch die Entsorgungsbranche ist betroffen, wenngleich sie zur so genannten systemrelevanten Infrastruktur gehört. So gibt es auch in der ALBA Group einzelne Bereiche, die zwischenzeitlich gar nicht mehr arbeiten konnten, zum Beispiel weil der Wertstoffhof geschlossen war. In anderen Bereichen war das Auftragsvolumen geringer, beispielsweise bei der Speiseresteentsorgung in der Gastronomie oder im Veranstaltungssektor, weil Messen und Events abgesagt waren – ein Zustand, der teilweise noch andauert. In einigen Unternehmensteilen musste die ALBA Group deshalb Kurzarbeit einführen.

Seit einigen Tagen rollt das Geschäft nun wieder an. Wertstoffhöfe und Annahmestellen öffnen wieder, zum Beispiel – als eine der ersten – in Watenbüttel und in der Frankfurter Straße in Braunschweig. Bereits seit Ostern können Privatanlieferer dort bei ALBA wieder Abfall, Grünschnitt und Sperrmüll abgeben. Allerdings gelten strenge Zufahrtsbeschränkungen: Maximal 20 Fahrzeuge dürfen gleichzeitig auf den Hof.

 

Susanne Keim

 

Die Situation bei den Gewerbekunden normalisiert sich ebenfalls. „Auch wenn wir derzeit noch nicht wieder flächendeckend und über alle Branchen hinweg unsere regulären Dienstleistungen erbringen können, so ist doch eine deutliche Entspannung spürbar“, sagt Susanne Keim, Leiterin Flächenvertrieb der ALBA Süd. „Insgesamt atmen der Handel, die Industrie und die Produktion wieder auf und kehren nach und nach wieder zur ‚Normalität‘ zurück. Daimler und Porsche zum Beispiel haben die Produktion bereits wieder angeworfen.“

 

Sven Gesierich

 

In anderen Bereichen ist es derzeit noch schwierig. „Viele Open Air-Festivals wie zum Beispiel das Air Beat One mit 65.000 Besuchern, wo wir seit Jahren die Entsorgung erledigen, sind abgesagt. Genauso wie die Hanse Sail in Rostock und, und, und“, berichtet Sven Gesierich, Prokurist und Logistik-Leiter der ALBA Nord. „Unsere operativen Standorte auf der Insel Usedom vermissen außerdem sehr den Tourismus und das damit einhergehende starke Gewerbegeschäft.“ Immerhin ein Lichtblick: Urlaub an der deutschen Ostsee wird in diesem Sommer wohl doch wieder möglich sein. Die Campingplätze auf Usedom sind bereits ausgebucht. Und auch die Hotels sollen demnächst öffnen.

 

Johanna Fricke

 

„Corona wird uns in jedem Fall weiter begleiten“, sagt Johanna Fricke, Leiterin der Personalabteilung. „Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es uns gemeinsam gelingen wird, unser Unternehmen gut durch diese schwierige Zeit zu bringen.“ Auch die Kurzarbeit soll baldmöglichst ein Ende finden. “Wir hoffen sehr, dass wir so schnell wie möglich wieder die normale Auftrags- und Arbeitsauslastung haben werden, um gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen zum Regelbetrieb zurückzukehren.“

 

Helden des Alltags

Neben all den Erschwernissen und Unsicherheiten fördert die Krise aber auch Positives zu Tage. Die Helden des Alltags sind in den letzten Wochen und Monaten ein Stück weit sichtbarer geworden. Vor allem die Menschen in den medizinischen Einrichtungen, aber auch all die anderen, die den Laden am Laufen halten. Auch wir als Entsorger haben daran einen Anteil, insbesondere unsere Kolleginnen und Kollegen draußen auf den Straßen, die, ausgerüstet mit Mundschutz, Seife und Desinfektionsmittel, Tag für Tag dafür sorgen, dass sich die Abfälle nicht stapeln und die Entsorgung funktioniert.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben uns dafür ihre Wertschätzung entgegen gebracht, zum Beispiel mit Dankeschön-Zetteln am Müllplatz, an der Lkw-Windschutzscheibe oder als Nachricht auf Facebook oder Instagram. Und natürlich auch persönlich. „Wenn wir durch die Straßen fahren, kommt von dem einen oder anderen Anwohner schon ein Danke“, erzählt Frank Mertke, seit 1995 Fahrer und Disponent bei ALBA in Berlin. „Die Leute sind ja froh, dass es uns gibt und sie den Abfall nicht zu Hause lagern müssen.“

„Viele Menschen sind sehr nett zu uns“, bestätigt Kollege Bernd Hoffmann. „Sie wissen ja: Ohne uns läuft hier gar nichts.“ Und die Stimmung im Team? Die sei weiterhin gut. „Jeder hier macht seine Arbeit so gut wie möglich. Und unseren Humor verlieren wir schon nicht“, sagt Hoffmann. Nur eines wünscht er sich ganz dringend zurück: „Dass man endlich mal wieder gemeinsam mit den Kollegen am Kaffeetisch sitzen kann.“

 

Bernd Hoffmann

 

Investitionen auf dem Prüfstand

Wie geht es der Entsorgungsbranche insgesamt angesichts der Corona-Krise? Nach einer Umfrage des BDE unter den Mitgliedsunternehmen des Verbandes müssen fast drei Viertel der Unternehmen notwendige Investitionen verschieben oder ganz streichen. 23 Prozent der Befragten planen im Moment noch keine investiven Konsequenzen.

Zudem rechnen mehr als vierzig Prozent der Befragten mit personellen Auswirkungen auf ihr Unternehmen. So erfolgen derzeit kaum Neueinstellungen. Dafür sind Kurzarbeit, Überstundenabbau und Betriebsferien Gegenstand der innerbetrieblichen Überlegungen.

Rund 50 Prozent der BDE-Mitgliedsunternehmen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Auch die ALBA Group will die Situation in einigen Monaten auf den Prüfstand stellen, wenn klarer ist, wie sich das Geschäft von Corona erholt hat.

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