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Das Energieteam der ALBA Group (v.l.): Olaf Siegel und Falk Lonser kümmern sich um das Energiemanagementsystem und die Umsetzung des Energiedienstleitungsgesetzes, Tim Heinrich hat Energiecontrollingsystem und Messtechnik im Blick und Petra Kuhn organisiert die Energiebeschaffung.

„Das ein oder andere Kraftwerk könnte man abschalten“

Einmal zertifiziert – immer zertifiziert? Schön wär’s. Dass wir in der ALBA Group energieeffizient arbeiten, stellen wir im Rahmen von externen Audits immer wieder unter Beweis. In diesem Jahr steht eine besonders umfangreiche Zertifizierung an, ein so genanntes System-Audit nach DIN ISO 50001. Der Inside hat mit Olaf Siegel und Falk Lonser vom zentralen Energieteam gesprochen.

 

Herr Siegel, stimmt es, dass Sie die Leidenschaft fürs Energiesparen von Ihren Vater geerbt haben?

OS: Haha, das kann gut sein (lacht)! Mein Vater organisiert als Rentner seit Jahren Sammel-Heizölbestellungen in seiner Siedlung. Er vergleicht die Angebote und beschafft für alle einen günstigen Preis. Uns eint also durchaus eine gewisse Grundhaltung …

… die Sie allerdings in etwas größerem Stil praktizieren …

OS: Das stimmt. Als Energieteam der ALBA Group sind wir für 60 Unternehmen mit rund 200 Standorten verantwortlich. Dabei gehen wir über die reine Beschaffung hinaus und betreiben, wenn Sie so wollen, eine Art von Qualitätsmanagement. Wir beschaffen Energie preisbewusst, kontrollieren ihren Verbrauch, erfüllen gesetzliche Auflagen und werden nachhaltiger im Umgang.

Wie sieht konkret Ihre Arbeit aus?

FL: Wir haben ein starkes Team von Energieverantwortlichen vor Ort – rund 40 Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Gemeinsam hinterfragen wir zum Beispiel systematisch die Energieverwendung: Warum ist die Grundlast so hoch? Warum läuft die Anlage im Leerlauf? Welchen Vorteil hat die Anschaffung einer technischen Anlage? Auf diese Weise identifizieren wir vorhandene Potenziale – und schöpfen sie dann bestmöglich aus.

Für dieses Jahr haben Sie sich besonders viel vorgenommen – Stichwort System-Audit …

FL: Wir sind da sehr optimistisch. In den vergangenen Monaten haben wir viele Prozesse neu justiert und optimiert. Beispielsweise haben wir Schnittstellen zwischen der Energiebeschaffung und unserem neuen Controllingsystem geschaffen. Dadurch haben wir viele Fortschritte erreicht. Insgesamt verbrauchen wir heute in der ALBA Group weit weniger Kilowattstunden pro Quadratmeter als noch vor einigen Jahren.

Wozu brauchen wir denn überhaupt ein Energiemanagement?

OS: Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen bei dem, was wir in der ALBA Group tun, an erster Stelle. Deshalb arbeiten wir daran, unseren Beitrag zur CO2-Reduzierung kontinuierlich zu verbessern. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch unser Umgang mit Energie – Strom, Gas, Kraftstoff. Darüber hinaus profitieren wir auch wirtschaftlich, zum Beispiel von einer gebündelten Beschaffung oder von Steuer- und EEG-Rückerstattungen.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

OS: Im Bewusstsein der Menschen etwas zu bewegen, ist sicherlich eine der Hauptaufgaben. Jeder Einzelne von uns kann einen Beitrag leisten – das möchten wir vermitteln.

Inwiefern?

OS: Was mir oft auffällt, ist, dass Menschen privat oft ganz anders mit Energie umgehen als im Job –viel bewusster und sparsamer. Zu Hause durchforsten wir das Internet nach geeigneten Lieferanten und wechseln. Wir löschen das Licht, wenn wir einen Raum verlassen, regeln die Wärme und schaffen Heizkörperventile an, manche greifen sogar zur Decke. Kaum aber betreten wir das Betriebsgelände, legen wir unsere Sparsamkeit einfach ab – als wäre sie eine Jacke. Das Licht im Büro leuchtet den ganzen Tag, das Fenster steht offen, obwohl die Heizung an ist, der Bagger läuft stundenlang im Standgas und so weiter. Warum ist das so? Weil wir uns oft zu wenig verantwortlich fühlen. Würden wir an dieser Haltung etwas ändern, dann ließe sich das ein oder andere Kraftwerk sicher abschalten.

Vielen Dank, Herr Siegel und Herr Lonser, für das Gespräch.

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