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Das große Wegwerfen – Abfallaufkommen im Vergleich

Es scheint paradox: Nirgendwo ist das Recycling-Bewusstsein so ausgeprägt wie in Deutschland. Zugleich sind wir aber leider auch Spitze, was die produzierten Abfallmengen angeht – in Europa und weltweit.

Sekündlich fallen beispielsweise 89 Einwegbecher an; oder pro Jahr etwa drei Milliarden Kaffeekapseln. Das Online-Portal billiger.de, hat sich der Frage gewidmet, welche Städte und Bundesländer den meisten Haushaltsabfall verursachen und wo die Bevölkerung mit gutem Beispiel vorangeht.

0 Kilo
Mehr Abfall

Trennen liegt im Trend

Deutschlands Haushalte produzieren immer mehr Abfälle. Während es 2005 noch 448 Kilogramm pro Einwohner waren, fielen 2015 sieben Kilo mehr an: 455.

Den weitaus größten Anteil an ihnen hat der Restmüll: 188 Kilogramm landen pro Kopf und Jahr in der grauen Tonne. Allerdings – und das ist die gute Nachricht – der Anteil schrumpft. Wertstoffe und Bioabfälle sind auf dem Vormarsch – ein deutliches Zeichen dafür, dass immer besser getrennt wird. So gelangen Wertstoffe in den Kreislauf zurück und aus Bioabfällen entsteht wertvoller Kompost oder Biogas.

Restmüllaufkommen

  • Kilogramm pro Kopf

Regionale Tendenzen und mögliche Ursachen

Weiteres Ergebnis der Studie: Das Abfallaufkommen fällt regional durchaus unterschiedlich aus und steht offenbar in Beziehung zum Einkommen. Weniger wohlhabende Städte haben einen deutlich größeren Anteil an Restmüll. In Bremerhaven, wo die Armutsquote mit 22 Prozent äußerst hoch ist, fallen 347 Kilogramm Restmüll pro Kopf und Jahr an – 77 Prozent mehr als der Durchschnitt. 127 Städte haben es insgesamt auf die Liste der Müllhochburgen geschafft. Hier fällt überdurchschnittlich viel Müll an – vor allem in Nordrhein-Westfalen und im Ruhrgebiet, darunter Bottrop (340 Kilogramm), Herne (307 kg), Oberhausen (306 kg) und Gelsenkirchen (296 kg).

Dass es auch anders geht, zeigt die Stadt Konstanz. Hier entstehen pro Haushalt und Jahr lediglich 86 Kilogramm Abfall. Nur 29 Prozent davon sind Restmüll.

Traurige Bilanz für Hamburg und Berlin

Neben dem Einkommensgefälle lassen sich auch ein Nord-Süd-Gefälle zwischen den Bundesländern und Stadtstaaten sowie deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land beobachten.

Während die graue Tonne in Baden-Württemberg nur 141 Kilogramm Restmüll pro Einwohner und Jahr erfasst, gehen es Hamburg mit 279 und Berlin mit 247 Kilogramm wesentlich großzügiger an – im negativen Sinne: In punkto Abfalltrennung und -vermeidung gibt es leider durchaus noch Nachholbedarf.

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