Melden Sie sich hier an und erhalten Sie den Inside-Newsletter per E-Mail.

Bitte füllen Sie das Pflichtfeld aus.
Bitte füllen Sie das Pflichtfeld aus.
Bitte füllen Sie das Pflichtfeld aus.
Bitte füllen Sie das Pflichtfeld aus.

* Pflichtfelder

* Pflichtfelder

Bequemer geht´s nicht. iPhone- und Android-Nutzer finden die kostenlose Inside-App im jeweiligen Store, egal ob für Ihr Smartphone oder Tablet.

Die weiße Gefahr – Brüssel schlägt Alarm

Blassbraun oder schmuddelgelb – sieht so das Weiß der Zukunft aus? Womöglich ja, wenn es nach dem Willen der EU Kommission in Brüssel geht. Diese stellt den meistgenutzten industriellen Weißmacher – Titandioxid – zurzeit auf den Prüfstand.

Der Verdacht: Er errege womöglich Krebs. Tatsächlich ist das Pigment fast überall im Spiel, wo Dinge weiß sind. Nicht nur in Lacken, Farben und Papier, auch in Lebensmittelverpackungen, Porzellan, Zahncreme und vielen anderen Produkten. Gehen wir also mit jedem Zähneputzen ein Risiko ein? Jein. Es ist wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Der zulässige Grenzwert von 0,1 Masseprozent wird in Produkten des täglichen Bedarfs in den seltensten Fällen überschritten.

Hinzu kommt: Von Titandioxid geht überhaupt nur eine Gefahr aus, wenn es als Staub vorkommt und – in mindestens 200-fach höherer Konzentration als der arbeitsschutzrechtlich zulässige Grenzwert – eingeatmet wird. Auch einfacher Hausstaub wäre in dieser Konzentration krebserregend (aber das nur am Rande …).

painter man at work with a paint roller, wall painting concept

Problematisch wird es allerdings, wenn es um die Entsorgung von Titandioxidprodukten geht. Denn „vermutlich krebserregend“ bedeutet automatisch „gefährlicher Abfall“ und macht die entsprechende Behandlung des Materials erforderlich. Beispielsweise dürfte gebleichtes Büttenpapier nicht mehr in die Papiertonne und müsste gesondert verbrannt werden. Ebenso wie der Joghurtbecher, die Shampooflasche und alle anderen Produkte – sofern sie Titandioxid enthalten. Die Konsequenzen für unsere Branche wären gravierend.

Vor allem aber droht die Regelung, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Denn wer hochwertiges Material grundlos als gefährlich einstuft, torpediert sein eigenes Ziel, die Recyclingquoten weiter zu erhöhen. Deshalb, liebe EU Kommission, bitte den Joghurtbecher dort belassen, wo er ist: im Recyclingkreislauf.

Einen Kommentar verfassen