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Ein Stahlkoloss rollt davon

Sie war die größte und älteste Eisenbahndrehbrücke Deutschlands: die Nordschleusenbrücke im Bremerhavener Überseehafen. 116 Meter lang und ausgestattet mit zwei Schienensträngen, zwei Fahrspuren und einem Fußgängerüberweg, ließ sie sich in rund sieben Minuten drehen, um Autotransporter und andere Riesenpötte durchzulassen. Ostern 2021, nach 90-jähriger Dienstzeit, war es dann soweit: Der Stahlkoloss brach beim Öffnen auseinander. Irreparabler Totalschaden. Sodann ging es ab auf die letzte Reise – zur Verschrottung bei der ALBA Metall Nord.
Der Abtransport war ein Riesenspektakel. Ein Schwimmkran setzte das 65 Meter lange und 750 Tonnen schwere Brücken-Mittelstück auf einen XXL-Schwerlasttransporter, der mit seinen 36 Achsen auch ganze Schiffe bewegen könnte. So auf Rollen geschnallt fuhr die Brücke per Lastschiff zunächst über den Nord-Ostsee-Kanal nach Lubmin nordöstlich von Greifswald. Dort gibt es für die Spezialisten der Firma Krebs Korrosionsschutz noch einiges zu tun, bevor wir das wertvolle Stahl weiterverarbeiten können. Unter anderem muss die Brücke von den Resten des Straßen-Betons befreit und die schadstoffbelastete grüne Farbe abgelöst werden. Die Arbeiten sind derzeit in vollem Gange. Aufgrund der hohen Umweltauflagen finden sie in einem eigens dafür errichteten Zelt statt, das Stück für Stück vorangerückt wird. Ab Mitte September wird das Material dann von ALBA fachgerecht mit dem Brenner zerkleinert und anschließend direkt ans Stahlwerk geliefert. Auf diese Weise gelangt es in den Rohstoffkreislauf zurück. Und wer weiß – vielleicht entsteht ja im nächsten Leben wieder eine Brücke der Superlative daraus.

 

 

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die Nordschleusenbrücke in Aktion

 

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