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Mehr Durchblick bei der ALBA Süd

Die Papiersortieranlage der ALBA Süd in Waiblingen hat letztes Jahr Verstärkung bekommen. Seit Juni 2018 sorgen drei Nahinfrarot-Trenner (NIR-Trenner) für ein noch besseres Sortierergebnis.

Rund 130.000 Tonnen kommunale Sammelware verarbeitet die Anlage im baden-württembergischen Waiblingen jedes Jahr. Ziel der Sortierung ist es, einen möglichst reinen Anteil an Deinking-Material zu erhalten, des Papiers also, das anschließend zur Druckfarbenentfernung und zum Recycling in die Papierfabrik kommt.

Dazu entfernt zuerst ein Grobsieb große Kartonagen. Dann sortiert ein Feinsieb kleine Papiere und Briefumschläge aus. Metallstacheln, so genannte Paperspikes, spießen übriggebliebene Kartonagen auf und entfernen sie, bevor schließlich die NIR-Trenner zum Einsatz kommen. Eine Scanner-Einheit strahlt das Altpapier, das auf einem Förderband unter ihr hindurch läuft, an und erkennt anhand der Spektraleigenschaften des reflektierten Lichts, um welche Materialien es sich handelt. Druckluftdüsen transportieren das Papier dann auf das entsprechende Laufband. Auf zwei der drei Linien passiert das Gleiche.

Weil durch die Druckluft immer auch viel Papier mitgeschossen wird, funktioniert der dritte NIR-Trenner umgekehrt und sortiert das fälschlicherweise mittransportierte Papier wieder aus dem Deinking-Material aus. Anschließend entfernen drei Mitarbeiter an zwei Förderbändern noch alles, was die Maschinen übersehen oder nicht erwischt haben.

Versuche mit eigenem Material

Grund für den Umbau in Waiblingen waren höhere Qualitätsanforderungen durch die Papierfabrik, wie Christian Schneider (Technik/Betriebsstätten) erzählt. Dass ein NIR-Trenner angeschafft werden sollte, sei von Anfang an klar gewesen. Man habe dann verschiedene Anbieter verglichen, andere Werke besucht und auch Versuche mit eigenem Material durchgeführt. Dabei sei die Wahl dann schließlich auf das Modell der Firma Tomra gefallen.

„Die Qualität hat sich erheblich verbessert“

Seit ihrer Inbetriebnahme sortieren die NIR-Trenner täglich etwa 600 Tonnen Altpapier, u.a. aus Stuttgart, dem Rems-Murr-Kreis und Esslingen. Sie laufen dabei vollautomatisch, es gibt jedoch Bedienfelder, über die man die Bandbelegung kontrollieren und gegensteuern kann. „Die Qualität hat sich erheblich verbessert“, freut sich Schneider. Auch Vertreter der Papierfabrik seien begeistert gewesen.

Durch den verstärkten Onlinehandel in den letzten Jahren seien deutlich mehr Kartonagen im Umlauf, gerade um Weihachten sei der Anteil besonders hoch und es werde in Zukunft wohl auch noch mehr werden. Den NIR-Trennern wird die Puste so schnell nicht ausgehen.

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