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Wolfgang Werner

 

„Man sollte immer mitdenken“

Es gibt sie überall in der ALBA Group, diese ganz besonderen Kollegen, die den Laden am Laufen halten. Auf die immer und überall Verlass ist. Auch um drei Uhr nachts, auch am Feiertag. Wolfgang Werner, Saugwagenfahrer bei der ALBA Süd in Dunningen, ist einer von ihnen.

Seit 35 Jahren hält der gelernte Schmied die Kanalisation von Gemeinden und Kommunen im Schwarzwald in Schuss. Nebenbei reinigt er die Anlagen einiger Gewerbekunden. Wir haben Wolfgang Werner in Donaueschingen getroffen.

 

 

Herr Werner, wozu ist denn die Spitzhacke da, die dort hinten an Ihrem Saugwagen befestigt ist?

 

Um Kanaldeckel zu öffnen. Wenn die so richtig verspannt sind, bekommt man sie mit der Hacke am leichtesten auf. Allerdings – immer funktioniert das leider auch nicht. Wir haben auch schon mal einen Kran gebraucht.

 

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit?

 

Besonders gefällt mir, dass ich Verantwortung trage, auch für mein Fahrzeug. In der Regel entscheide ich selbst, wann ich was mache – ich muss nur zusehen, dass alles funktioniert. Meine Ansprechpartner in den Gemeinden rufen mich mittlerweile auch direkt auf dem Handy an, wenn es etwas zu tun gibt. Insgesamt macht mir die Arbeit großen Spaß, hoffentlich kann ich sie noch lange machen.

 

Stimmt es, dass Sie Tag und Nacht erreichbar sind?

 

Ja, das stimmt. Manche Dinge halten sich eben nicht an irgendwelche Bürozeiten. Dafür haben wir ein Notfallhandy eingerichtet, das nachts und am Wochenende auf mein Privathandy umschaltet. Letztes Jahr zum Beispiel sind wir an einem Sonntagmittag nach Sankt Georgen gerufen worden, weil ein Kanal verstopft war und Fäkalien über den Gehweg liefen. Da muss man dann sofort hin und sich kümmern.

 

Wie oft kommt es denn vor, dass am Wochenende das Telefon klingelt?

 

Das ist ganz unterschiedlich. Es gab schon Monate, da hat es drei, vier Mal geklingelt. Und dann wieder passiert ein halbes Jahr lang gar nichts.

 

Gibt es etwas, auf das Sie in Ihrem Job verzichten könnten?

 

Eigentlich genau darauf: dass nachts um drei jemand anruft (lacht). Aber das gehört halt zum Job dazu.

 

In den letzten 35 Jahren hat sich sicher vieles verändert?

 

Auf jeden Fall. Wir haben früher zum Beispiel vierzehn, fünfzehn Stunden am Stück gearbeitet. Im Winter noch mehr, durch den Winterdienst. Heute gibt es die zehn Stunden-Regelung, das ist ein enormer Fortschritt.

Allerdings wird die Regel sehr streng gehandhabt, dadurch ist man manchmal leider auch etwas unflexibel. Was früher in jedem Fall besser war: die größeren Fahrzeug-Kabinen, die mehr Platz und Bewegungsfreiheit boten. In den modernen Führerhäusern fühle ich mich eingeengt.

 

Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen besonders in Erinnerung ist?

 

Da gibt es einige (lacht). Einmal ist uns in einer scharfen Kurve in der Nähe von Alpirsbach ein Sattelzug umgekippt, der randvoll mit Papier beladen war – das war schon ziemlich verrückt. Das ganze Material verteilte sich quer über die Straße und musste von Hand eingesammelt werden.

Polizei und Feuerwehr waren natürlich auch vor Ort. Es hat fünf bis sechs Stunden gedauert, bis die Straße wieder befahrbar war. Zum Glück ist niemand verletzt worden.

 

Was ist der beste Rat, den Sie bekommen haben?

 

Mein ehemaliger Chef hat einmal gesagt: „Wenn Du als Beifahrer unterwegs bist, schau Dir genau an, was der Fahrer macht. Wenn er Fehler macht, machst Du es besser.“ Das hilft wirklich. Egal in welcher Situation – man sollte immer mitdenken.

 

Und wenn Sie mal nicht für ALBA im Einsatz sind – was machen Sie dann?

 

Ich gehe meinem Hobby nach, der Landwirtschaft. 35 Schweine und 50 Hühner habe ich zu Hause, die ich alleine versorge. Nur mein Neffe hilft mir manchmal. Sie sehen, ich habe auch privat ein ziemlich straffes Programm: 4.30 Uhr aufstehen, 20 Uhr Feierabend. Im Winter gehe ich außerdem Abfahrt-Ski fahren, meistens im Montafon in Vorarlberg.

 

Herr Werner, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

 

Im Einsatz: Bei Notfällen rückt Wolfgang Werner (li.) mit seinem Saugwagen auch am Wochenende an.

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