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Schiffsverschrottung in Königs Wusterhausen

Die Hausboot-Szene in Berlin ist klein. Obwohl die Stadt mit 60 Quadratkilometern Wasserfläche weit üppiger ausgestattet ist als zum Beispiel Amsterdam, gibt es nur 50 bis 60 Liegeplätze, die entsprechend heiß begehrt sind – vor allem am Plötzenseer Kolk, im Flutkanal der Tiergartenschleuse und in Spandau. Soeben ist wieder einer frei geworden. Ein hochbetagtes, namenloses XXL-Wohnschiff, das bisher dort vor Anker lag, wurde bei ALBA verschrottet.

 

30 Meter lang, 5 Meter breit und 90 Tonnen schwer – ein ganz schön dicker Brocken, der Anfang Mai über den Oder-Spree-Kanal bei der ALBA Metall Nord in Königs Wusterhausen anlandete. Es handelte sich um ein rund 40 Jahre altes, marodes Wohnschiff aus DDR-Produktion, das vor kurzem ausgemustert worden war. Bei ALBA sollte es sich auf den Weg zurück in den Wertstoffkreislauf machen.

Das große Spektakel fand gleich zu Anfang statt: Raus aus dem Wasser! Zwei Riesenkräne waren am Start, um das Schiff an Land zu heben. Jeweils 350 bzw. 450 Tonnen schwer und mit einem extralangen Ausleger versehen.

 

 

 

Zum Glück war der Kahn nicht mit Wasser gefüllt, das zunächst hätte abgepumpt werden müssen. Es konnte also gleich losgehen. Vorne und hinten Schlaufen drumherum gelegt – und schwupp – 90 Tonnen erhoben sich in die Luft.

Der Flug dauerte keine 10 Minuten. Angekommen an Land hatte der Brennschneider seinen großen Auftritt, der das Schiff in den nächsten Tagen in Einzelteile zerlegte. Ergebnis: rund 60 Tonnen Stahlschrott und 30 Tonnen andere Materialien wie Holz oder Kunststoffe, die von ALBA ordnungsgemäß entsorgt und dem Recycling zugeführt werden.

 

 

Das Metall beispielsweise gelangt – passgenau vor Ort auf das richtige Maß zugeschnitten – direkt ins Stahlwerk in Brandenburg. Und wer weiß, vielleicht entsteht ja ein schönes neues Hausboot daraus.

 

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