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Džafer Dautbegović (links) und Damon Karic , Leiter des Betriebs in Zenica (rechts)

„Wir haben hier einen guten Ruf“

Viele wissen gar nicht, dass die ALBA Group bereits seit 1998 auch in Bosnien aktiv ist. Wir stellen Džafer Dautbegović vor, der die Anlage in Zenica mit aufgebaut hat und seit fast zwanzig Jahren dort arbeitet.

Hallo Herr Dautbegović, Sie sprechen ausgezeichnet Deutsch. Wie kommt das?

Ich habe in Bosnien Maschinenbau studiert und anschließend sechs Jahre lang in Deutschland für eine Maschinenbaufirma gearbeitet. 1999 habe ich bei ALBA angefangen, und im gleichen Jahr bin ich nach Zenica gekommen, um die Anlage hier mit aufzubauen – zuerst als technischer Leiter, dann als Prokurist. Inzwischen arbeite ich hier als Qualitätsmanager. Seit letztem Jahr bin ich außerdem Dozent für Abfallwirtschaft an der Universität Zenica und nur noch halbtags bei ALBA.

 

Wie sieht Ihre Anlage in Zenica aus und welche Dienstleistungen bieten Sie an?

 

Wir machen hier alles Mögliche: Abfallbeseitigung, Grünflächenpflege, Pflege der Fussballrasen, Winterdienst und Stadtreinigung. Seit 2002 sammeln wir auch Papier, Pappe und Kartonagen, und nach zähen Verhandlungen dürfen wir auch kommunale Aufträge erledigen. Wir sind hier das einzige private Unternehmen, das mit Abfall zu tun hat.

Am Anfang war das nicht so einfach, aber inzwischen haben wir einen wirklich guten Ruf. Auf unserem Grundstück haben wir unter anderem ein Zentrum für den Umgang mit Abfällen, eine Presse für PET und Folien, eine Kompostanlage, drei Gewächshäuser, eine Baumschule, einen Verbrennungsofen, eine Umladestation und eine Tankstelle. Die nächste ist fünf Kilometer entfernt; durch unsere eigene können wir also Treibstoff einsparen.

 

Sie betreiben auch ein Hundeheim?

 

Das stimmt. Vor ein paar Jahren haben wir ein neues Gesetz bekommen, nach dem jede Gemeinde ein eigenes Hundeheim bauen muss. Das ist sehr aufwändig. Wir machen das vor allem im Dienst der Stadtverwaltung, denn wir versuchen zu tun, was für die Gemeinde gut ist.

 

Wie sehen Sie die Entwicklung des Umgangs mit Abfällen in Bosnien?

 

Angesichts der Umstände sehr gut. Die Quoten und Mengen sind hier natürlich geringer als in Westeuropa, aber die Abfallwirtschaft entwickelt sich weiter. Die Gesetze sind gut, nur die Umsetzung lässt oft zu wünschen übrig. Oft haben die Ministerien nicht genug Einfluss. Aber das Bewusstsein für den Umgang mit Abfällen wächst. Wir organisieren regelmäßig Sammelaktionen gemeinsam mit Grundschulen und klären über die Verwendung von wiederverwertbarem Material auf.

In den nächsten drei Jahren führen wir gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Projekt zur Sammlung und zum Umgang mit Sonderabfällen in Haushalten durch, das in fünf Gemeinden stattfindet. In Zenica gibt es inzwischen 64 Untergrundcontainer mit einer Größe von 3 Kubikmetern, in denen PPK und PET gesammelt werden. Außerdem haben wir inzwischen auch Projekte in Sarajevo und Mostar.

 

Wir haben gehört, dass Sie nicht nur Altpapier sammeln, sondern auch den ALBA Inside.

 

Ja, ich habe alle Ausgaben seit 1999 auf meinem Laptop. Durch den Inside erfährt man gut, was so im Unternehmen passiert und welche Entwicklungen anstehen – auch, wenn man nur wenig Deutsch spricht. Ich finde das wirklich sehr wichtig.

 

Vielen Dank, dann hoffen wir, dass das so bleibt und wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß beim Lesen.

Danke für das Gespräch, Herr Dautbegović.

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