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Wohin geht die Reise, Axel und Eric Schweitzer?

Die ALBA Group steht vor wichtigen Veränderungen. Axel und Eric Schweitzer, die beiden Eigentümer, ordnen die Unternehmensgruppe neu und stellen die Weichen für die Zukunft. Worum geht es dabei? Wann soll was passieren? Was sind die Hintergründe? Darüber haben wir mit Axel und Eric Schweitzer gesprochen.

Liebe Herren Schweitzer, Sie haben sich entschieden, die Unternehmen der ALBA Group neu zu ordnen. Was steckt dahinter? 
ES: Mit der Neuordnung unserer Eigentumsverhältnisse vollziehen wir eine Arbeitsteilung nach, die wir beide schon lange im Alltag leben. Die operativen Verantwortlichkeiten für die einzelnen Geschäftsbereiche haben wir ja schon vor Jahren so zugeordnet. Axel verantwortet das Services- und Kunststoff- sowie das Asien-Geschäft und ich kümmere mich um die Recycling- und Entsorgungsaktivitäten und das Stahl- und Metallrecycling in Europa. So entspricht es unseren persönlichen Interessen und Schwerpunkten. Und die bilden wir jetzt auch in den Eigentumsverhältnissen ab. Das bedeutet auch, dass Chancen, Risiko und Ertrag jeweils klar zugeordnet werden.
AS:  In der Tat ist das alles nicht so spektakulär, wie es vielleicht scheint. Jeder von uns führt die Themen und Bereiche, die er bisher aufgebaut oder vorangetrieben hat. Dadurch ergibt sich eine perfekte Symbiose.

Ist es denn sinnvoll aus einem großen, erfolgreichen Unternehmen zwei kleinere zu machen?
AS: Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es wohl nicht. In unserem Fall allerdings lautet sie: Ja, durchaus. Denn wir schaffen dadurch zwei agile Einheiten, die auf Veränderungen in ihren Märkten schnell und schlagkräftig reagieren können.
ES: Wir haben uns ja bereits in der Vergangenheit so definiert, dass wir die Nummer Eins im Markt sein wollen. Aber nicht nach schierer Größe. Wir wollen die Nummer Eins in Qualität, Technologien, Innovationen und Kundennähe sein. Genau diese Ziele können wir in der neuen Aufstellung an der einen oder anderen Stelle sogar besser erreichen. Zudem werden wir auch in Zukunft eng zusammenarbeiten – das verschafft uns zusätzliche Vorteile.

Aber Sie verzichten auf Ihre Position als Nummer Drei im Markt …
ES: Wenn ich es richtig sehe, werden wir auch künftig die Nummern drei und vier von der Größe her sein. Insofern werden wir auch künftig eine starke Position im Markt haben.
AS: Und wie mein Bruder ja schon sagte: Es geht uns nicht primär um Größe. In unseren jeweiligen Teil-Branchen gehören wir weiterhin zu den führenden Unternehmen. Unser Anspruch ist es auch künftig, Innovations- und Technologieführer zu sein, ganz gleich ob es um Metallrecycling oder die effiziente Nutzung von Bioabfall geht, um Beispiele aus dem Bereich meines Bruders zu nennen, oder um die High-Tech-Sortierung für Leichtverpackungen bei mir.

Welche Auswirkungen hat die Neuordnung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ALBA Group? Was ist mit den Arbeitsplätzen?
AS: Einige Aufgaben, die bisher zentral in der Family Holding angesiedelt waren, werden künftig nicht mehr benötigt, weil die Einzelunternehmensgruppen selbständig sein werden. Dafür fallen andere Aufgaben dann aber jeweils in den beiden Unternehmensgruppen an. Jede Gruppe benötigt beispielsweise eine eigenständige Rechtsabteilung, ein eigenes Controlling usw. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Group wechseln dann in der Regel dort hin.

Wie sieht es künftig mit der Mitbestimmung aus? Werden Betriebsräte wegfallen?
ES: Nein, hier gibt es keinerlei Veränderungen. Die ALBA Group bestand seit jeher aus einer größeren Anzahl einzelner Unternehmen mit eigener Betriebsstruktur. An dieser Struktur und an der Möglichkeit, Betriebsräte zu haben, ändert sich überhaupt nichts.

Wann wird die Neuaufstellung umgesetzt bzw. abgeschlossen?
AS: Die Umsetzung ist in den kommenden Monaten vorgesehen. Dazu muss aber unter anderem die Zustimmung des Bundeskartellamtes vorliegen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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